

Das Fachgebiet Architekturgeschichte thematisierte in den vergangenen Semestern in Forschung und Lehre die gestalterischen und technischen Besonderheiten der Stuttgarter Schlossanlage „Wilhelma“ (1842-64), die im Zweiten Weltkrieg teilzerstört wurde und seither als zoologisch-botanischer Garten fungiert. Ausgangspunkt hierfür war eine Recherche im Auftrag der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die als Grundlage für eine virtuelle Rekonstruktion der orientalisierenden Schlossanlage dienen sollte. 2021 wurden die Ergebnisse auf einer Fachtagung präsentiert.
Im Masterseminar "Die Wilhelma – Forschungen zur digitalen Rekonstruktion einer historistischen Schlossanlage“ erstellten und diskutierten die Studierenden Konzepte einer digitalen Darstellung der Wilhelma. Aus den Desideraten der bisherigen Forschung entwickelte die Projektbearbeiterin Isabell Eberling ihr Promotionsthema „Hinter den Kulissen der 'exotischen Traumwelt' Wilhelma (1842-64)“, welches die innovativen technischen Anlagen sowie deren internationale Vorbilder behandelt.
2024 führte die jährliche Doktorandenfahrt des Fachgebiets nach Stuttgart, wo bei der Besichtigung der vormaligen Schlossanlage erste Ergebnisse des Promotionsprojektes diskutiert wurden. Zuletzt wurde die Wilhelma im Seminar „Flower Power im 19. Jahrhundert“ als ein Beispiel für die technisch-innovative Umsetzung von repräsentativen Gartenanlagen und Gewächshäusern des Historismus thematisiert.







