Lok.punk

Die Bachelorabschlussarbeit behandelt den leerstehenden Ringlokschuppen am Siegener Bahnhof nach der Schließung des Eisenbahnmuseums. Ziel ist die Umwandlung in einen offenen, flexiblen und barrierefreien Ort, der als Treffpunkt für verschiedene Nutzergruppen funktioniert und langfristig anpassbar bleibt.


Die 25 Abteile werden durch acht Nutzungen reaktiviert: Büros, Event, Restaurant, Café, Co-Working, Kunstverein, Theater und Werkstatt/Atelier. Das Gebäude wird auf seine Tragstruktur reduziert und als modulares Raster organisiert. Brandschutz- und Erschließungskerne gliedern die Halle. Jedes Gleisabteil bildet eine Einheit, deren Nutzung variiert. Die Gruben werden größtenteils verfüllt, die Gleise bleiben sichtbar. Teilweise entstehen eingehängte Obergeschosse unter den Dachträgern, mit Abstand zu den Außenwänden für Licht.


Der Innenhof wird zentrale Begegnungsfläche für alle Nutzungen. Dort gibt es Gastronomieaußenbereiche, flexible Eventflächen, bewegliche Sitzbänke auf Schienen sowie eine mobile Bar auf Gleis 13. Die ehemalige Drehplatte wird zur Bühne, abgeschirmt durch eine halbkreisförmige Spiegelwand zur Lärmminderung und Inszenierung. Vegetation bildet eine zusätzliche Barriere zum Bahnhof.
Vorplatz und Wege entlang der Alche verbinden die Bereiche, ergänzt durch Fußgängerbrücken unter der HTS, die das Areal besser erschließen und beleben.


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